Hightech Guide Dortmund
Gehe zu: Hauptnavigation Infobox Hauptinhalt
Hightech Guide Dortmunddortmund-projectWirtschaftsförderung Dortmund


-

TU Dortmund forscht mit am Ausbau der Datenautobahn

Globale Firmennetzwerke, Internethandel, Musik-Downloads, Internetfernsehen und kommende Trends wie die Telemedizin sorgen dafür, dass die Menge der Daten, die um die Welt gehen, ständig steigt. Damit stößt das Internet schon bald an seine Grenzen. An der Lösung dieses Problems arbeitet ein in Europa beispielloser Verbund von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, dem auch der Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik der TU Dortmund angehört.

Im Projekt 100GET haben sich Experten auf dem Gebiet der Telekommunikation und optischen Übertragungstechnik aus ganz Europa zusammengeschlossen, um eine neue Generation der Datenübertragungstechnik zu schaffen: eine Datenautobahn, auf der noch größere Mengen an Daten gleichzeitig, zuverlässig und störungsfrei weite Entfernungen und Verzweigungen der Datenströme überwinden werden.

Derzeit übertragen optische Kommunikationsnetzwerke standardmäßig Datenraten von 10 Milliarden Bits pro Sekunde (10 Gbit/s) in einem Kanal, beziehungsweise bei einer Wellenlänge. In wenigen Jahren soll sich das Datenverkehrsaufkommen verzehnfachen. Dafür muss die Kapazität heutiger Übertragungssysteme gesteigert werden. Um die Kosten gering zu halten und die Ansprüche der Hersteller von Datenverarbeitungseinrichtungen wie Routern zu befriedigen, muss die Kanaldatenrate gesteigert werden. Signale mit höherer Datenrate sind jedoch anfälliger für Verzerrungen bei der Übertragung.

Aufgabe des Lehrstuhls für Hochfrequenztechnik der TU Dortmunder ist es, eine ausreichende Qualität der übertragenen Signale zu gewährleisten. Dafür entwickeln die Dortmunder Forscher eine optische Komponente, mit deren Hilfe man die Verzerrungen emulieren (erzeugen) und kompensieren (rückgängig machen) kann. Die Möglichkeit, Verzerrungen zu erzeugen, wird beim Testen von Sende- und Empfangsbaugruppen für die neuen Datenraten benötigt. Ein Einsatz der Komponente zur Kompensation der Verzerrungen verbessert die Signalqualität und ermöglicht eine Übertragung von Signalen über die gewünschten großen Distanzen von vielen hundert Kilometern.

Bei der Entwicklung der 100 Gigabit/s-Technologie setzen die Projektpartner auf vorhandene Übertragungstechnologien und Kommunikationsnetzwerke. Die bestehenden Netze sollen mit geringem Aufwand und geringen Investitionen aufgerüstet werden können. Dies macht die Technologie relativ preiswert und schnell einsetzbar: Schon Ende 2010 soll sie kommerziell erhältlich sein.

Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik der Technischen Universität Dortmund
www.hft.e-technik.uni-dortmund.de